...dachte ich so drüber nach was Schönheit ist

Allein das Bemühen, sich mal wissenschaftlich mit diesem Thema zu befassen ist eine intellektuelle Herausforderung.

Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Herangehensweise ist. Philosophen, Mediziner und Biologen haben sich damit beschäftigt, Abhandlungen und Bücher darüber geschrieben unzählige Dialoge geführt.

Schönheit ist Mathematik, Schönheit hat den niederschmetternden Hintergrund der Perfektion will es scheinen, aber ist das auch so?

Was ist denn schön..und diese Frage stelle ich als Nicht-Schöner, nicht geometrischer, nicht dem ästethischen Wunschbild entsprechender Mensch.

Wann empfinde ich jemanden schön? Auf den ersten Blick bewerte ich niemanden als hässlich, sondern sage erstmal: Ist nicht so mein Fall. Dann rede ich mit ihm / ihr. Es ist ein angenehmes, interessantes und kurzweiliges Gespräch. Ich habe Freude an dem gegenüber.

Und dann schau ich nochmal: Die Nase ist immer noch schief, die Frisur ist durchaus ein Fall für eine Beschwerde beim Friseur, zu große Ohren, blond, naja...all das ist noch da. Aber mit diesem angenehmen Gefühl das dieser Mensch in mir ausgelöst hat, sein Lächeln, die Stimme, die Meinung zu bestimmten Themen, all das war schön und mein Blick auf diesen Menschen hat sich verändert. Trotz all seiner, zugegeben subjektiv empfundenen Unzulänglichkeiten, ist er für mich ein schöner Mensch.

Wahrscheinlich empfinden das Andere nicht so, mir ging es ja ähnlich, aber es ist mir egal. Ich muss und will nichts schön finden müssen, nur weil andere das tun. Ich will mich nicht darüber unterhalten müssen was ist schön und was ist nicht schön, sondern es so nehmen wie es kommt.

Es geht nicht darum über innere Werte zu diskutieren, der Verzeiflungsanker derer, die sich selbst nicht schön finden, nein es geht darum zu sagen: Jeder kann schön sein, wenn dein Gegenüber es zulässt, wenn ich es selbst meinem Spiegelbild zugestehe. Und ich freue mich das das so ist, dass es soviel weniger "hässliches" geben könnte, wenn nur mal richtig hingeschaut und gefühlt würde.

4 Kommentare 16.10.09 08:13, kommentieren

...hat jemand gefragt was Glück für mich ist

Bei "Glück" denkt man an die ganz großen Dinge im Leben. Die große Liebe gefunden zu haben. Eine super Wohnung, super Bankkonto, den Super-Job, mit Super-kollegen zu einem Spitzengehalt.

Ja, wenn das alles stimmt, hat man viel Glück gehabt, aber ist es auch ein Glück das man fühlt?

Schwanger mit dieser essentiellen Frage hab ich in mich gehorcht und nachgefühlt...wann ich mich glücklich fühle und wie fühlt sich das an.

Und wenn man da mal richtig reinhört, ist da viel mehr Glücksgefühl als jeder von seinem Leben glaubt. 

Glück im inneren ist Stille, absolute Stille die warm durch meinen Körper schwappt und mich in diesem kleinen Moment wunschlos macht. Und das sind nicht die großen Dinge, es sind die ganz kleinen. Wenn mir ein fremder Mensch ein Lächeln schenkt, einfach so. Ein kleines Eichhörnchen, das von nichts wissend immer wieder den Baum von oben nach unten läuft und wieder zurück. Ein warmer Sommerabend. Die ersten Schneeflocken. Eine liebevolle Umarmung ohne Erwartungen. Ein Baum dessen Blätter sich herbstlich färben. Zu wissen, das man morgen ausschlafen kann.

Das ist ein flüchtig ständiges Glück, jeden Tag und es wird mir einfach geschenkt.

4 Kommentare 15.10.09 21:40, kommentieren